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22 Mrz |
Mann verstorben in Polizeifahrzeug Berlin
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Ein 68-jähriger Mann verstarb gestern gegen 16:45 Uhr auf dem Polizeigelände in Ruhleben. Etwa eine Stunde, nachdem die Rettungskräfte der Feuerwehr einen Transport in die, fünf Minuten entfernte, Rettungsstelle ablehnten, teilte die Pressestelle der Berliner Polizei heute mit.
Gegen 15:20 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr von einer Zeugin alarmiert, die den 68-jährigen in der Hessen- Ecke Württembergallee in Charlottenburg, auf einer Parkbank sitzend, auffand. Er sei nicht ansprechbar gewesen, atmete und schlief. Neben ihm hätten Beamte eine teilweise geleerte Wodkaflasche gefunden.
Da die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Transport ablehnten, musste ein Transportkommando der Polizei angefordert werden, das den Mann nach Ruhleben, zur Gefangenensammelstelle in die Charlottenburger Chaussee, brachte. Dort habe sich der Zustand, des Mannes, der während der Fahrt von zwei Beamten beobachtet worden sei, verschlechtert. Die Reanimationsversuche des, vom Schichtleiter der Sammelstelle alarmierten, Notarztes blieben erfolglos. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Eine Stellungnahme der Berliner Feuerwehr liegt uns zurzeit noch nicht vor.
Kommentare
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Ist jemand nicht ansprechbar und scheint tief zu schlafen, ist von einer Bewusstlosigkeit auszugehen, die lebensbedrohliche Ursachen und, durch Wegfall wichtiger Schutzreflexe, auch lebensbedrohliche Folgen haben kann.
Deshalb ist „(plötzliche) Bewusstlosigkeit“ auch ein Alarmierungsstichwort für einen Notarzt.
Eine, neben einem Bewusstlosen aufgefundene, „teilweise geleerte Flasche Wodka“ darf nicht zwangsläufig zu der Diagnose „Besoffen – braucht keine Hilfe“ führen. Auch eine entsprechende Menge Alkohol im Blut kann tödlich sein und bedarf ärztlicher Versorgung!
Gegen 15:20 Uhr werden Polizei und Feuerwehr alarmiert. Mit ein wenig Glück treffen die „Retter“ gegen 15:30 Uhr (Annahme) ein. Gegen 16:45 Uhr verstirbt der Mann auf dem Polizeigelände in Ruhleben.
Feststellen der Bewusstlosigkeit, stabile Seitenlage (lernt jeder im Erste-Hilfe-Kurs), Trage aus dem Auto, Patient drauf, beide wieder ins Auto und dann in die, nur ca. 1500 Meter entfernte Rettungsstelle des DRK Klinikum Westend gefahren; das hätte kaum 15 Minuten Zeit in Anspruch genommen und der Patient wäre gut eine Stunde früher in den Genuss einer ärztlichen Versorgung gekommen, die zu dieser Zeit vielleicht erfolgreicher gewesen wäre.
Möglicherweise wurden hier einige Fehler gemacht. Die Aussage, das mache man immer so, kann keine Rechtfertigung darstellen – stattdessen sollte man diesen Vorfall zum Anlass nehmen, diese Verfahrensweise zu überprüfen.