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Neuer Caritas Kleiderladen in Weißenburg
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Nachrichten - Bayern
Geschrieben von: nhd   
Donnerstag, 14. August 2008 um 15:14
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Auf die Eröffnung des neuen Kleiderladens der Caritas-Kreisstelle Weißenburg am Saumarkt bereiten sich derzeit vor: Kreisstellenleiter Alfons Alberter, die Ehrenamtlichen Hildegard und Werner Hinze, Ladenleiterin Irmgard Hinze und die freiwillige Mitarbeiterin Karin Thomas (von links). Foto: Caritas/Esser(caritas). Am Saumarkt in Weißenburg bereitet man sich derzeit auf die Eröffnung des neuen, größeren Kleiderladens des Caritasverbandes vor und ruft auf, gut erhaltene Kleidung zu spenden.

„Hier können wir nun alles besser präsentieren“, freut sich Irmgard Hinze über die größeren und helleren Räume des neuen Kleiderladens der Caritas-Kreisstelle Weißenburg. Gemeinsam mit drei Ehrenamtlichen räumt die auf Stundenbasis beschäftigte Frau und Ladenleiterin derzeit fleißig Kleider aller Art sowie auch Spiel- und Schulsachen in dem Laden am Saumarkt 6 ein. Am Mittwoch, 27. August zwischen 14.30 und 17.00 Uhr wird dieser erstmals für Menschen mit geringem Einkommen oder finanziellen Problemen  geöffnet sein. 

Der Kleiderladen, der nur wenige hundert Meter von der Kreisstelle stadteinwärts entfernt liegt, ersetzt den bereits geschlossenen in der westlichen Ringstraße, wo die örtliche Caritas fast zehn Jahre lang Kleiderhilfe geleistet hat. Die zwei Räume mit einem Durchgang im Umfang von insgesamt 110 Quadratmetern sind mehr als doppelt so groß wie die alte Kammer. „Wir haben zum einen eine stetig anwachsende Nachfrage, zum anderen aber auch steigende Kleiderspenden, auch für Erwachsene. Dadurch hatten wir zuletzt erhebliche Platzprobleme“, begründet Kreisstellenleiter Alfons Alberter den Wechsel.

Dass mehr gespendet wird, führt Alberter sowohl auf einen inzwischen höheren Bekanntheitsgrad des sozialen Angebotes zurück als auch auf ein gewachsenes ökologisches und soziales Bewusstsein: „Viele Leute halten es inzwischen für sinnvoller, ihre nicht mehr selbst benötigten Kleider regional einzusetzen, als sie einfach zu irgendeiner Verwertung in einen Container zu tun. Ferner erkennen viele, dass andere Menschen um sie herum auf solche Hilfen angewiesen sind“, meint der Caritas-Kreisstellenleiter.

Dieser sowie die Engagierten in der Kleiderkammer erfahren dies zunehmend seit der Einführung von „Hartz IV“. „Für ein Kind unter 14 Jahren ist im Regelsatz von derzeit 211 Euro neben den Kosten für das tägliche Leben die Bildung von Rücklagen für unter anderem Kleider und Schulsachen einkalkuliert.“ Doch dies ist nach Alberters Erfahrung aus Beratungsgesprächen ebenso wenig machbar wie mit dem Regelsatz für alleinstehende sowie alleinerziehende Erwachsene von 351 Euro. „Viele sind nicht in der Lage, solche Aufwendungen auf dem freien Markt zu tätigen.“ Dieser Erfahrung entspricht die Statistik der Weißenburger Kleiderkammer: Dorthin kamen in 2007 mit rund 350 Familien etwa zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zugang zum neuen Kleiderladen soll laut Alfons Alberter jeder haben, der „in knappen finanziellen Verhältnissen lebt“. Es werde ein kleiner Kostenbeitrag von wenigen Euro je nach Ware erhoben: „Dadurch sollen erstens die Begünstigten weniger das Gefühl haben, Almosenempfänger zu sein, zweitens so auch die Spenden wertgeschätzt werden und drittens ermöglicht werden, dass wir wenigstens die anfallenden Mietkosten zahlen können.“ Bei nachgewiesener Bedürftigkeit, zum Beispiel durch Vorlage eines Tafelscheines oder Arbeitslosengeld II-Bescheides, reduziere sich der Kostenbeitrag nochmals. Doch ansprechen soll der Kleiderladen alle mit finanziellen Problemen: etwa auch überschuldete, alleinerziehende Menschen, kinderreiche Familien oder andere mit geringem Einkommen. Die Kleiderkammer ergänze dabei weitere Caritasdienste für die Hilfe bedürftigen Menschen wie die allgemeine Sozial- und Lebensberatung oder die Schuldnerberatung.

Während es in der westlichen Ringstraße fast ausschließlich Waren für Kinder und Jugendliche gab, werden im neuen Kleiderladen auch zum Großteil solche für Erwachsene zu finden sein. Und neben Kleidern auch Bettwäsche, Vorhänge, Spielzeug und Schulsachen – von Taschen bis zu Buntstiften. Gut erhaltene und tragbare Kleidung sowie anderes Brauchbares kann von montags bis freitags an jedem Vormittag in der Weißenburger Caritas-Kreisstelle in der Holzgasse 12 abgegeben werden – und ab 27. August mittwochs von 14.30 bis 17.00 Uhr im neuen Kleiderladen.

Die Eröffnung des Ladens ist für Caritas-Kreisstellenleiter Alfons Alberter grundsätzlich „kein freudiges Ereignis, denn sie bringt zum Ausdruck, dass viele Menschen auch bei uns auf existenzsichernde Maßnahmen angewiesen sind“. Doch umso wichtiger sei sie als neues Glied im sozialen Hilfenetz

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