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Als mir die ARGE den Termin zugeschickt hatte, stolperte ich über dieses Wort, welches mir sofortigst missfiel: Maßnahme Halten wir doch einmal für einen Moment inne und schauen uns dieses Wort an: Maßnahme  „Maßnahme“, kann man sprachwissenschaftlich verschieden erklären. „Maß“ leitet man semantisch sowohl von mittelhochdeutsch „die maze“ (Zu-, Angemessen, Mäßigung, Art und Weise), als auch „das mez“ (Ausgemessenes, Richtung, Ziel) ab. Der Wortbestandteil „nahme“ wird von dem mittelhochdeutschen semantisch sehr vielfältigen Verb „nemen“ abgeleitet, das wiederum mit altgriechisch „nomos“ (Gesetz, Ordnung, Sitte, Rechtsvorschrift) verwandt ist. „Maßnahme“ bedeutet also sowohl „messen“ als auch „Mäßigung wegnehmen“.  Die folgenden Seiten sind ein tagebuchartiger Bericht über eine angeordnete Maßnahme, die den Titel „Perspektive 50 plus“ trägt, die im Kreis Neuwied in einer Westerwälder Gemeinde aus meiner subjektiven Sicht sich wie folgt zugetragen hat: Montag, den 14.Juli 2008Einer Einladung meines Fallmanagers folgend begebe ich mich pünktlichst zum Ersttermin, wo mir die Maßnahme (Träger ist die Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO ) unterbreitet werden soll. Wissend und daher ein wenig vorbelastet, was mich erwarten könnte, trete ich dem Leiter der Maßnahme entsprechend skeptisch gegenüber. Es folgt natürlich somit genau dieses erwartete Prozedere über die Errungenschaft dieser Maßnahme, und die erfolgversprechende Haltung. Er meint dies selbstverständlich aus seiner Sicht auch gut. Ich entschließe mich, die Maßnahme zunächst einmal zu beginnen, vielleicht auch deshalb, weil er mir im Verlaufe des Gespräches zumindest in Aussicht stellt, vermittelnd seine Kontakte als Musiker „einfließen“ zu lassen, weil ich ihm über meine beruflichen Erfahrungen vom „auf Tour sein“ als Bühnentechniker erzähle. |